Von 7. bis 15. Februar absolviert der ÖFOL Elite- und Nachwuchskader ein gemeinsames Trainingslager im südspanischen Barbate. Direkt am Atlantik, untergebracht in den Apartamentos Playa Barbate – nur wenige Laufminuten von ersten Trainingskarten entfernt – stehen intensive und abwechslungsreiche Tage am Programm.
Starke Kooperation zwischen Elite und Nachwuchs
Insgesamt 23 Athletinnen (15 Elite, 8 Nachwuchs) nutzen die optimalen Bedingungen in Andalusien zur gezielten Saisonvorbereitung. Betreut wird die Gruppe von den Elite-Trainern Mårten Boström und Leo Holper sowie den Nachwuchstrainerinnen Florian Kurz und Alina Seidl. Mit dabei ist außerdem erstmals Physiotherapeutin Verena Minichberger, die das Team medizinisch unterstützt.
Das Trainingsprogramm wurde von Mårten Boström ausgearbeitet und sieht ein dichtes Pensum vor: 14 OL-Trainings innerhalb von sieben Tagen – inklusive eines „Ruhetags“ ohne OL-Einheit. An einzelnen Tagen stehen sogar bis zu drei Trainings auf dem Plan. Der Fokus liegt auf der generellen Weiterentwicklung der OL-Grundlagen, sowohl technisch als auch physisch und taktisch.
Hochwertige Trainings trotz schwieriger Anreise
Die Anreise verlief nicht ganz reibungslos – Probleme mit dem Mietauto führten dazu, dass ein Teil der Gruppe erst gegen 1:00 Uhr früh in der Unterkunft ankam. Auch das Wetter präsentiert sich bislang wenig südlich: Regen und Nebel begleiten die Einheiten.
Der guten Stimmung im Team tut das jedoch keinen Abbruch. Von Beginn an wurden hochwertige Trainings absolviert – im offenen Küstengelände ebenso wie in technisch anspruchsvollen urbanen Gebieten.
Ein bisheriges Highlight war das KO-Sprint-Training in Conil de la Frontera mit insgesamt über 50 Teilnehmerinnen. Neben dem österreichischen Team waren auch die schwedischen Clubs IFK Lidingö, IFK Umeå und IFK Göteborg vertreten. Die Athletinnen konnten unter Wettkampfbedingungen wertvolle taktische Erfahrungen für zukünftige Knock-Out-Sprints sammeln – ein Format, das international zunehmend an Bedeutung gewinnt.
Internationaler Austausch und Blick in die Zukunft
Überhaupt ist der Austausch mit internationalen Teams ein wichtiger Bestandteil des Camps. Teilweise werden Trainings gemeinsam mit IFK Umeå und IFK Lidingö absolviert, was zusätzliche Qualität und Rennhärte in die Einheiten bringt.
Die verwinkelten Sprint-Städte Andalusiens bieten zudem ideale Voraussetzungen im Hinblick auf kommende Großereignisse: Die urbanen Strukturen liefern wertvolle Vorbereitung auf die Sprint-Weltmeisterschaften 2026 in Italien und geben bereits einen Vorgeschmack auf die WOC 2028 in Spanien (Girona-Catalunya).
Tagesausflug nach Marokko als besonderes Highlight
Ein besonderes Highlight steht mit einem Tagesausflug nach Marokko auf dem Programm: Am Donnerstag geht es mit der Fähre nach Tanger, wo in der „Medina de Tánger“ ein weiteres Sprinttraining absolviert wird. Das komplexe Gassennetz der Altstadt verspricht technisch äußerst anspruchsvolle Einheiten in einem außergewöhnlichen Ambiente.
Mit hoher Trainingsdichte, internationalem Vergleich und spannenden neuen Terrains setzt das Trainingslager in Barbate wichtige Impulse für die weitere Saisonvorbereitung – und stärkt gleichzeitig das Miteinander von Elite- und Nachwuchskader.