Das österreichische MTBO-Nationalteam hat die Saisonvorbereitung mit einem zweiwöchigen Intensiv-Trainingslager unter der Leitung von Nationaltrainer Thomas Hnilica an der spanischen Costa Blanca eingeläutet. In Benidorm (ESP) fand die achtköpfige Truppe – bestehend aus sieben Männern, darunter Hannes Hnilica, Georg Koffler, Bernhard Kogler und Junior Linus Dobler , sowie der einzigen Dame Jana Hnilica – ideale Bedingungen vor, um in 14 Tagen die entscheidenden Kilometer für die kommenden Herausforderungen zu sammeln.
Im Sog der Weltelite durch die Berge
Die Straßen rund um den Team-Stützpunkt in Finestrat/Benidorm verwandelten sich während der zwei Wochen in ein Who-is-Who des Profiradsports. Statt auf dem Mountainbike wurde der Fokus bewusst auf das Rennrad gelegt, um bei langen Ausfahrten die nötige Grundlage für die intensive Saison zu erarbeiten. Insgesamt wurden in den zwei Wochen bis zu 1.200 Kilometer und 20.000 Höhenmeter von den Athlet:innen zurückgelegt. Bei den kräftezehrenden Bergfahrten kam es dabei immer wieder zu spektakulären Momenten, als sich die MTBO-Athleten plötzlich im Sog der absoluten Weltspitze wiederfanden.
So mancher Anstieg wurde Seite an Seite mit Größen wie Mathieu van der Poel, Remco Evenepoel, Tadej Pogačar oder Ben Healy bewältigt, die sich in der Region ebenfalls den letzten Schliff für die Frühjahrsklassiker des Radrennsports holten. Diese Begegnungen sorgten für eine enorme Motivationsspritze und zeigten, dass die österreichischen Orientierungsradfahrer physisch bereit für die internationale Bühne sind.
Der Weg zu den Titeln: Ein intensiver Frühling
Die im Training gesammelte Ausdauer wird bereits im März auf die Probe gestellt, wenn die MTBO – Saison mit den ersten Weltranglistenrennen in Spanien und Portugal offiziell Fahrt aufnimmt. Diese Wettkämpfe dienen als wichtiger Gradmesser, bevor im Mai der entscheidende Schlüsselmonat folgt:
In Ungarn kämpft die Elite beim CX80 Weltcup-Auftakt (1.–3. Mai 2026) um Weltcuppunkte. Während Hannes Hnilica als „Doppel – Titelverteidiger“ bei der U23-WM als großer Favorit startet, werden alle anderen Teammitglieder um Elite–Weltcuppunkte kämpfen. Den krönenden Abschluss eines intensiven Frühlings bildet kurz darauf die Europameisterschaft in Portugal Ende Mai, bei der unser kleines aber starkes Team hoffentlich wieder ganz vorne in der Ergebnisliste aufscheinen wird.
Nach einer längeren Pause im Juni und Juli, in der vor allem an der Technik und Regeneration gefeilt wird, endet die diesjährige internationale Saison schon im August, mit der WM in Mora/Schweden als Höhepunkt.
Daumen halten!