MTBO-Nationalteam richtet Blick nach vorne

Erstmals in der Geschichte des Orientierungssports in Österreich findet man mit Andreas Waldmann und Hannes Hnilica zwei Athleten in den Top 5 der aktuellen Weltrangliste – eine Belohnung nicht nur für den Doppelsieg beim letzten Weltcup in Bulgarien, sondern für jahrelanges konsequentes Training auf Höchstniveau. Der Ausblick und die Vorfreude auf die kommende Saison sind riesengroß.

Nach einer für die gesamte Mannschaft krankheitsbedingt durchwachsenen Wintersaison stand das diesjährige Ostertrainingslager des MTBO-Teams wieder im Zeichen einer gezielten Vorbereitung für die bevorstehende Wettkampfsaison 2026 und wurde in zwei Gruppen aufgeteilt. Der Fokus war wieder vermehrt auf das Kartenlesen gerichtet.

Der routinierte Teil des Eliteteams, der seine Urlaubstage sehr gezielt einsetzen muss, reiste am Palmwochenende nach Osoppo (Italien), um am renommierten OPAA Cup teilzunehmen. Nach der langen Winterzeit, die großteils von Grundlagentraining geprägt war, wurden bei drei Wettkämpfen (Sprint, Staffel und Mitteldistanz) in technisch anspruchsvollem und abwechslungsreichem Gelände die ersten Wettkampferfahrungen dieses Jahres mit Karte gesammelt. Beim Sprintbewerb konnte Tobias Breitschädel als bester Österreicher überzeugen, den Staffelbewerb konnten Georg Koffler und Andreas Waldmann für sich entscheiden.

Auch Bernhard Kogler, der seinen Schwerpunkt eher auf Langdistanzen legt, war mit seinem Saisoneinstieg zufrieden.

Die zweite Gruppe absolvierte ihr Trainingslager im sonnigen Portugal, wo Ende Mai auch die Europameisterschaften stattfinden werden. Bei zwei Wettkämpfen auf teils sehr „interpretationsoffenen“ Karten nutzte das Team die Gelegenheit, sich intensiv mit dem Terrain vertraut zu machen. In der Eliteklasse zeigten Jana und Hannes Hnilica starke Leistungen, während Linus Dobler bei den Junioren erfolgreich war.

Ergänzt wurde das Programm durch insgesamt sechs Trainingseinheiten im Landesinneren. Aufgrund von Unwetterschäden im Frühjahr waren einige Wege nur eingeschränkt befahrbar, was zusätzliche Herausforderungen mit sich brachte. Dennoch konnte gerade dadurch viel wertvolle Kartenerfahrung gesammelt werden.

Ein besonderes Highlight stellte das Sprinttraining in Abrantes dar, das unter wettkampfnahen Bedingungen durchgeführt wurde und unter dem Motto „beim Posten nicht umdrehen“ eine zusätzliche Herausforderung bot.

Mit viel Motivation und Vorfreude blickt das Team nun auf den Start der nationalen Saison am 18. und 19. April 2026 in Großmittel und Blumau (Niederösterreich). Anfang Mai in Ungarn bei der U23-WM – zugleich Weltcupauftakt der Elite – soll dann um die ersten internationalen Medaillen gekämpft werden. Die Ziele sind hoch gesteckt, die eine oder andere Medaille soll wieder glänzen!

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