Rückblick auf die EYOC 2026 im Orientierungslauf

Vier intensive Wettkampftage im slowenischen Nova Gorica liegen hinter dem
österreichischen Nachwuchsteam. Mit Blick auf unseren Vorbericht lässt sich bilanzieren:
Die Erwartungen an diese Jugendeuropameisterschaft wurden voll erfüllt.

Die prognostizierten Rahmenbedingungen machten die Titelkämpfe zu der erwarteten,
harten Belastungsprobe. Hohe Sommertemperaturen, das dichte Programm und das
technisch herausfordernde Karstgelände – das ein Teil des Teams bereits im April beim
BasiX-Trainingslager in Lokve kennenlernen durften – verlangten den 16 österreichischen
Starterinnen und Startern
alles ab. Doch der Einsatz des gesamten Kaders war groß und
der eingeschlagene Weg stimmt. Das Betreuerteam ist stolz auf den geschlossenen Auftritt
in Slowenien.

Starker Einstieg in den -16 Kategorien

Ein besonders positives Fazit lässt sich für die jüngeren Aktiven ziehen. Für die Athletinnen
und Athleten der Kategorien Damen und Herren bis 16, die teilweise das erste Mal auf
internationaler Ebene einen Wettkampf bestritten, stand bei dieser EYOC das Sammeln
internationaler Erfahrungen im Vordergrund. Alle zeigten sehr solide Läufe und setzten ihre
taktischen Pläne im schwierigen Gelände konsequent um. Dass der Plan und die Richtung
stimmen, spiegelte sich auch in den Ergebnissen wider: Hannah Dormann überzeugte mit
zwei Ergebnissen in den Top 50, während Norbert Riesz und Max Jonas Obczovsky sich im
Mittelfeld der großen Starterfelder gut behaupteten. Ein starkes Zeichen setzte auch Oskar
Hinterplattner: Trotz einer Verletzung in der Langdistanz bewies er enormen Kampfgeist und
brachte sein Rennen gut zu Ende, was ihm jedoch einen Einsatz bei den anschließenden
Staffeln unmöglich machte. Insgesamt ein gelungener Einstand auf europäischer Bühne.

Mikas Meilensteine und individuelle Erfahrungen

Besonders herauszustreichen sind die Leistungen von Mika Asenbauer (W18), die mit zwei
persönlichen Erfolgserlebnissen glänzte und zeigte, dass sich die kontinuierliche Arbeit der
letzten Jahre bezahlt macht.

Nach ihrem starken Einzellauf in den urbanen Gassen von Nova Gorica stand für sie ein
lang ersehnter Traum im Vordergrund:

„25th … only took me four years – dachte schon, dass dieser Traum immer nur
ein Traum bleiben wird“

Mit diesem 25. Platz im Sprint belohnte sie sich im stark besetzten Feld der W18. In der
Staffel folgte schließlich der gelungene Abschluss ihrer EYOC-Zeit. Ihr glückliches Fazit
nach dem Teambewerb im anspruchsvollen Gelände von Nemci verdeutlicht, wie stark der
rot-weiß-rote Kampfgeist war:

„Wow, ein besseres Ende zu meiner EYOC-Ära hätte es glaube ich nicht geben
können. „Hätte alles erwartet, außer, dass ich mit weniger als 3´ Rückstand ins
Ziel komme.“

In der Langdistanz untermauerte sie ihre Konstanz zudem mit einem soliden 34. Platz .

Der Sprint hielt derweil ganz unterschiedliche Herausforderungen für das Team bereit. Stella
Marie Kranzler
konnte ihre läuferischen Fähigkeiten leider nicht voll zeigen; ein hoher Zaun,
der zwar überklettert werden durfte, brachte sie so aus der Konzentration, dass sie danach
direkt zum übernächsten Posten weiterorientierte und einen Fehlstempel verzeichnete.
Lauri Urbanek traf im Sprint nicht immer die optimalen Routenwahlen, wodurch er sich nicht
ganz in den gewünschten Flow bringen konnte. Er nimmt diese Erfahrungen jedoch als
wertvolle Motivation mit, um im Training gezielt daran zu arbeiten und auf seinem weiteren
Weg stärker daraus hervorzugehen.

Die Einzelergebnisse im Überblick

Das 16-köpfige rot-weiß-rote Team sammelte wertvolle Erfahrungen. Während die
Einzeltitelkämpfe erwartungsgemäß unterschiedlich verliefen und nicht alle Teilnehmenden
mit ihren Platzierungen im Detail vollends zufrieden waren, stimmten Einsatz und Richtung.

Sprint (Nova Gorica)

● W16 (106 Starterinnen): 47. Hannah Dormann, 53. Matilda Buschek, 60. Lena
Fuchs, 76. Hannah Sandrisser
● W18 (110 Starterinnen): 25. Mika Asenbauer, 74. Angelina Ochenbauer, 85. Paula
Paier; Fehlstempel: Stella Marie Kranzler
● M16 (105 Starter): 56. Norbert Riesz, 69. Max Jonas Obczovsky, 83. Oskar
Hinterplattner, 99. Valentin Angermann
● M18 (110 Starter): 54. Lauri Urbanek, 72. Tobias Angermann, 77. Axel Renner;
Fehlstempel: Elias Ballik

Langdistanz

● W16 (104 Starterinnen): 34. Hannah Dormann, 46. Hannah Sandrisser, 77. Matilda
Buschek, 86. Lena Fuchs
● W18 (108 Starterinnen): 34. Mika Asenbauer, 46. Paula Paier, 47. Stella Marie
Kranzler, 70. Angelina Ochenbauer
● M16 (102 Starter): 59. Oskar Hinterplattner, 66. Norbert Riesz, 81. Max Jonas
Obczovsky, 88. Valentin Angermann
● M18 (106 Starter): 70. Lauri Urbanek, 72. Axel Renner, 77. Tobias Angermann, 99.
Elias Ballik

Staffelentscheidungen in Nemci

In den Staffelentscheidungen zeigten die österreichischen Teams geschlossene
Mannschaftsleistungen und großen Kampfgeist im dichten Karstwald.
Herausragend präsentierte sich hierbei das Trio der W18 (Austria 1) . Mika Asenbauer legte
auf der Startschleife eine exzellente Basis und übergab als Zehnte mit nur 2:55 Minuten
Rückstand auf die Führenden. Zusammen mit Paula Paier und Stella Marie Kranzler lief das
Team auf den hervorragenden 12. Gesamtrang.

Die weiteren Austria-1-Staffeln im Überblick:

● W16: Hannah Dormann, Hannah Sandrisser und Matilda Buschek erkämpften sich
nach einer konstanten Teamleistung den 16. Gesamtrang (Offizieller Rang: 17).
● M16: Norbert Riesz und Max Jonas Obczovsky hielten das Team nach starken
Läufen lange in den Top 20 (Platz 18 bzw. 17). Valentin Angermann, der für den
verletzten Oskar einsprang, brachte die Staffel schließlich auf dem 23. Platz sicher
ins Ziel.
● M18: Das Trio aus Lauri Urbanek, Tobias Angermann und Axel Renner zeigte über
alle drei Runden hinweg eine sehr ausgeglichene Leistung und sicherte sich im stark
besetzten Feld ebenfalls den soliden 23. Platz .
Für einen Teil des Kaders geht es nun direkt und ohne große Atempause weiter zum
nächsten Saisonhöhepunkt nach Schweden. Dort wartet mit der Junioren-Weltmeisterschaft
(JWOC) die nächste große physische und mentale Herausforderung auf das Team.

alle Ergebnisse zum Nachlesen unter: www.eyoc2026.si

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