Weltcup-Abschluss in Tschechien: Comebacks und der Blick nach vorne

Mit der Mitteldistanz am Samstag, 8. August 2026, und den packenden Staffelentscheidungen am Sonntag, 9. August, ging die 3. Runde des Orientierungslauf-Weltcups 2026 im tschechischen Vyšší Brod zu Ende. Nach dem starken Auftakt auf der Langdistanz warteten am Wochenende extrem technisches Terrain, hohe Temperaturen und fordernde Bedingungen auf das österreichische Team.

Mitteldistanz: Schweizer und tschechischer Heimsieg – Polzer und Kastner, Novak, Peter im A-Finale

Das Rennen am Samstag war geprägt von steinigem Terrain und kniffligen Postenstandorten, die Höchstkonzentration verlangten. Bei den Herren sicherte sich der Tscheche Tomas Krivda (31:50 min) unter lautstarkem Jubel der heimischen Fans den Sieg vor Viktor Svensk (SWE) und Gustav Bergman (SWE). Bei den Damen setzte die Schweizerin Simona Aebersold (31:21 min) ihre beeindruckende Siegesserie vor Cecile Calandry (FRA) und Lucie Dittrichova (CZE) fort.

Im hochbesetzten A-Finale kämpften sich unsere Athlet:innen wacker durch den Wald:

  • Nicolas Kastner belegte nach seinem glänzenden Rang 32 auf der Langdistanz diesmal Platz 48.
  • Lukas Novak folgte dicht dahinter auf Rang 52.
  • Mathias Peter beendete das A-Finale auf dem 60. Platz.
  • Bei den Damen vertrat Carina Polzer nach ihrer starken Leistung auf der Langdistanz die österreichischen Farben im A-Finale und belegte den 52. Rang.

Im B-Finale gab es ebenfalls erfreuliche Platzierungen: Anna Nilsson Simkovics überzeugte mit einem hervorragenden 7. Platz (36:14 min), während bei den Herren Elias Schafer als 12. (31:46 min) und Georg Gröll als 17. (32:25 min) starke Top-20-Ergebnisse einliefen.

Fotos Mitteldistanz (C: Vratislav Polívka)

Fotos Mitteldistanz (C: Eszter Kocsik)

Fotos Mitteldistanz (C: Petr Háp)

Staffelfinale am Sonntag: Norwegen und Schweden triumphieren

Den krönenden Abschluss bildeten am Sonntag die Staffelbewerbe. In extrem dichten und spannenden Rennen setzten sich bei den Damen Norwegen und bei den Herren Schweden durch.

Das österreichische Team zeigte in den Aufstellungen solide Leistungen und kämpfte bis zum letzten Posten. Während das Damenteam das gesamte Rennen über durch alle Teilstrecken hinweg technisch sauber und ohne große Fehler durchkam, verlief das Herrenrennen taktisch turbulent: Früh im Rennen führten kleine Orientierungsfehler dazu, dass unser 1er-Team den Anschluss an die schnelle Führungsgruppe verlor und zeitweise sogar hinter das zweite ÖFOL-Team zurückfiel – im Weltcupfeld zahlt man für verlorene „Züge“ sofort wertvolle Minuten.

Damen: Platz 17 für Carina Polzer, Anna Simkovics und Tina Tiefenböck
Herren: Platz 20 für Team 1 – Nicolas Kastner, Simon Tobler, Lukas Novak
sowie Platz 30 für Team 2 – Georg Gröll, Elias Schafer, Lukas Wieser

Fazit & Bilanz von Nationaltrainer Mårten Boström:

Nationaltrainer Mårten Boström zog nach dem anstrengenden Wochenende eine differenzierte und vorausschauende Bilanz:

„Da viele unserer Top-Athletinnen und -Athleten zu Beginn der Saison einen klaren Sprint-Fokus hatten, fehlte einigen im Wald noch die absolute Routine bei der Navigation sowie die physische Frische im schweren Gelände. Die Nähe zur österreichischen Grenze gab uns zwar ein vertrautes Gefühl, aber das extrem heiße Wetter machte bereits die Qualifikation sehr hart – erschwert durch Wespenstiche und schwere Belaufbarkeit auf dem steinigen Boden.

Leider hatten wir im Team auch mit Erkrankungen zu kämpfen, weshalb zwei Athleten gar nicht an den Start gehen konnten. Dennoch gab es absolute Lichtblicke: Das herausragende Ergebnis der Weltcuprunde war der 32. Platz von Nicolas Kastner auf der Langdistanz. Auch Carina Polzer hat bei ihrem Comeback gezeigt, dass sie im Wald nach wie vor extrem präzise navigiert.

In der Damenstaffel verlief die Navigation über alle Teilstrecken hinweg sehr flüssig. Bei den Herren wollten wir so lange wie möglich an der Spitzengruppe bleiben, aber durch frühe Fehler verlor das erste Team den Anschluss. Wenn man einmal aus den schnellen Zügen draußen ist, läuft die Zeit unerbittlich davon.

Unser Fokus richtet sich nun voll auf die Europameisterschaft in Litauen Ende September. Wir hoffen auf ein rundum gesundes Team und werden alles daransetzen, die Athlet:innen optimal auf die dortigen Herausforderungen vorzubereiten.“

👉 Alle detaillierten Ergebnisse, Splitzeiten und Tracking-Analysen:

IOF Live & Wettkampfinfos – Weltcup Runde 3

Fotos Staffel (C: Eszter Kocsik)

Fotos Jiří Čech

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