MTBO-WM 2026: Andreas Waldmann fährt auf der Mitteldistanz in die Weltklasse-Top-10!

Auftakt nach Maß in Schweden: Beim extrem anspruchsvollen Mitteldistanz-Bewerb der CX80 MTBO-Weltmeisterschaft 2026 im schwedischen Mora zeigte Andreas Waldmann eine starke Leistung und fuhr mitten in die Weltspitze. Das Österreicher-Team erlebte ansonsten einen durchwachsenen Auftakt auf einer technisch kniffligen Bahn.

MORA (26. August 2026) – Das Wegenetz im schwedischen Unterholz hatte zum Auftakt der Weltmeisterschaften – ähnlich wie zuletzt bei den Bewerben in Polen – den Charakter eines verlängerten Sprints. Zahlreiche Posten, dichtes Wegenetz und extrem hohe Geschwindigkeiten verlangten von den Athletinnen und Athleten höchste Konzentration bei den Routenwahlen.

Waldmann mit Top-10-Erfolg und Zuversicht

Für das Highlight aus österreichischer Sicht sorgte Andreas Waldmann. Er erwischte einen hervorragenden Wettkampftag, steigerte nach einem soliden Start kontinuierlich das Tempo und hielt den Abstand zur Spitze konstant gering. Am Ende belegte er mit einer Zeit von 52:40 Minuten den hervorragenden 10. Rang – nur 2:26 Minuten hinter dem neuen Weltmeister Samuel Pökälä aus Finnland.

Entsprechend positiv fiel sein Resümee nach dem Rennen aus:

„Das Ergebnis war eigentlich wie erwartet. Es gab sehr viele technische Ausgänge und es war physisch doch recht fordernd. Ich bin ohne große Fehler durchgekommen und mit der Platzierung in den Top 10 sehr zufrieden – auch wenn ich heimlich auf ein paar Plätze weiter vorne gehofft hatte. Die Langdistanz ist sowieso meine Lieblingsdisziplin, da strebe ich einen Platz ganz weit vorne an. Aber es wird ein langes Rennen um die zwei Stunden, da kann viel passieren.“

Harte Kämpfe im Feld – Favoriten aus Schweden und Finnland bärenstark

Bis auf Waldmann blieben die übrigen ÖFOL-Athleten am ersten Tag leider etwas unter den eigenen Erwartungen. Hannes Hnilica sicherte sich, nach einem fehlerhaften Beginn und damit Unsicherheiten bei der Aufholjagt so das er nie ganz ins Rennen gefunden hat, Rang 20 (53:53 Min.) eine solide Platzierung im vorderen Drittel, wobei er nach den Erfolgen der EM nicht ganz zufrieden ist.. Georg Koffler folgte auf Platz 38 (57:05 Min.), Tobias Breitschädel belegte zeitgleich mit dem Schweden Erik Holmberg den 52. Platz (+9:09 Min.), und Martin Illig kam auf Rang 58 ins Ziel (+10:12 Min.). Bernhard Kogler musste das Rennen nach einem Sturz mit irreparabel verbogen Kettenblatt vorzeitig beenden (DNF).

Bei den Damen setzte sich wie erwartet die Favoritengruppe durch: Gabriella Gustafsson (SWE) holte Gold in 50:09 Minuten knapp vor Nikoline Splittorff (DEN, +0:20) und Ruska Saarela (FIN, +0:34). Einzige Österreicherin am Start war Jana Hnilica, die nach einem umkämpften Rennen den 25. Rang belegte (56:28 Min. / +6:19). Im Nachwuchsbereich der Herren bis 20 fuhr Linus Dobler ein solides Rennen und beendete die Mitteldistanz auf dem 32. Platz (62:04 Min. / +16:48).

Jana: Bei mir sind von Anfang an die Beine nicht gut gegangen. Fehler waren aber keine groben dabei, das stimmt mich positiv für den Sprint am Samstag.
Hannes: Am Anfang bin ich ein bisschen geschwommen, beim Versuch die verlorene Zeit wieder aufzuholen bin ich zu viel Risiko eingegangen und habe mehrere kleine Einfahrten übersehen und immer wieder umdrehen müssen.

Ergebnisse Mitteldistanz (Top 3 & Österreich):

Herren Elite:

  1. Samuel Pökälä (FIN) – 50:14
  2. Miika Nurmi (FIN) – 50:41 (+0:27)
  3. Fabiano Bettega (ITA) – 50:52 (+0:38)

    10. Andreas Waldmann (AUT) – 52:40 (+2:26)
    20. Hannes Hnilica (AUT) – 53:53 (+3:39)
    38. Georg Koffler (AUT) – 57:05 (+6:51)
    52. Tobias Breitschädel (AUT) – 59:23 (+9:09)
    58. Martin Illig (AUT) – 60:26 (+10:12)
    DNF: Bernhard Kogler (AUT)

Damen Elite:

  1. Gabriella Gustafsson (SWE) – 50:09
  2. Nikoline Splittorff (DEN) – 50:29 (+0:20)
  3. Ruska Saarela (FIN) – 50:43 (+0:34)

    25. Jana Hnilica (AUT) – 56:28 (+6:19)

Herren U20: 32. Linus Dobler (AUT) – 62:04 (+16:48)

Blick nach vorne: Physischer Härtetest auf der Langdistanz

Lange Zeit zum Durchatmen bleibt nicht: Bereits morgen, Donnerstag (27. August), steht mit der Langdistanz die Königskomponente auf dem Programm. Bei extrem langen Strecken – rund 50 km bei den Herren, 40 km bei den Damen und 36 km bei den Junioren – erhofft sich das österreichische Team, dass die physische Komponente noch stärker zum Tragen kommt.

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