Vorschau auf EYOC und JWOC: Das Nachwuchsteam vor den Saisonhöhepunkten

Für Österreichs Orientierungslauf-Nachwuchs stehen mit der Jugend-Europameisterschaft (EYOC) und der Junioren-Weltmeisterschaft (JWOC) die internationalen Saisonhöhepunkte bevor. Hinter dem Nationalkader liegt eine intensive Vorbereitungsphase, in der drei zentrale Trainingslager den Grundstein für die sportliche Weiterentwicklung gelegt haben. Das Betreuerteam des ÖFOL-Nachwuchses blickt auf den gemeinsamen Prozess und die bevorstehenden Herausforderungen.

Für das für die Nachwuchsentwicklung verantwortliche Team rund um Ursula und Martin Binder steht das Abschneiden am Wettkampftag stets im Kontext eines größeren Gesamtbildes. Der Weg dorthin und die kontinuierliche Arbeit an den sportlichen Fähigkeiten werden im Sinne einer langfristigen Entwicklung höher bewertet als punktuelle Ergebnisse bei Meisterschaften. Dieser Ansatz prägt die Arbeit des gesamten Betreuerteams – von der Planung über die Trainingsgestaltung bis hin zu den gemeinsamen Wettkampfanalysen.

Entwicklungsschritte in der Vorbereitung

In den vergangenen Monaten absolvierte der Kader ein dichtes und thematisch differenziertes Vorbereitungsprogramm, bei dem in den einzelnen Phasen gezielt an unterschiedlichen Schwerpunkten gearbeitet wurde.

Sprint-Trainingslager (08.–11. März, Lipica/SLO)
Im Anschluss an das Lipica Open stand die Schärfung der Sprintfähigkeiten im Mittelpunkt. Neben intensiven Einheiten unter wettkampfnahen Bedingungen in Rovinj, Poreč und Izola wurde unter dem Leitmotiv „Speed meets Strategy“ gezielt an der Entscheidungsfindung bei hoher Laufgeschwindigkeit sowie an der theoretischen Kartenanalyse gearbeitet.

BasiX-Trainingslager (17.–19. April, Lokve/SLO)
Im anspruchsvollen Gelände des späteren EYOC-Reviers absolvierten die Athlet vier Waldtrainingseinheiten. Unter der Leitfrage „Was können wir danach besser?“ standen vor allem die Stärkung der Eigenverantwortung sowie die technische Weiterentwicklung im Fokus. Das Kennenlernen des EYOC-Geländes war dabei ein wertvoller Nebeneffekt und festigte zusätzlich die technischen Grundlagen.

Nordic-Trainingslager (13.–17. Mai, Schweden)
Im relevanten Gelände der Junioren-Weltmeisterschaft lag der Schwerpunkt neben der allgemeinen OL-Basisarbeit auf der spezifischen Vorbereitung auf die skandinavischen Anforderungen der JWOC.

„Die Arbeit und der Einsatz während der Trainingslager bilden die Grundlage für die langfristige Entwicklung und sind deshalb mindestens ebenso wichtig wie die bevorstehenden Wettkämpfe“, betont das Nachwuchs-Betreuerteam. „In diesen intensiven Trainingsphasen können wir den gesamten Kader fordern und fördern, während bei den Meisterschaften naturgemäß nur ein Teil der Athletinnen und Athleten im Einsatz ist. Gleichzeitig bieten internationale Meisterschaften die beste Gelegenheit, zu lernen, am Tag X die persönliche Bestleistung abzurufen.“

Die kommenden Herausforderungen: Slowenien und Schweden

Die Jugend-Europameisterschaft in Slowenien wird den Teilnehmenden neben dem technisch anspruchsvollen Gelände aufgrund der erwarteten Sommerhitze auch körperlich und mental einiges abverlangen. Zusätzliche Motivation bringt die angekündigte Unterstützung durch mitreisende österreichische Fans vor Ort.

25 June, Thursday ​SPRINT
NOVA GORICA
27 June, Saturday
RELAY
NEMCI
25 June, Thursday ​SPRINT
NOVA GORICA

Live Center unter: Home | Eyoc2026

Unmittelbar nach dem Ende der EYOC folgt der Wechsel zur Junioren-Weltmeisterschaft nach Schweden. Das Programm umfasst fünf Wettkämpfe innerhalb von nur sechs Tagen und lediglich einen Ruhetag – eine enorme physische und mentale Belastung.

„Neben der zunehmenden körperlichen Ermüdung ist die JWOC vor allem mental eine große Herausforderung. Sich in dieser kurzen Abfolge immer wieder neu auf den jeweils nächsten Wettkampf zu fokussieren, rasch zu regenerieren und am folgenden Tag erneut die volle Leistung abrufen zu können, erfordert ein hohes Maß an Professionalität. Hier versucht das gesamte Trainer- und Betreuerteam, die Athletinnen und Athleten bestmöglich zu unterstützen und ihnen gleichzeitig die nötige Lockerheit und Freude für ihre Läufe mitzugeben.“

Monday29th JuneSprint
Tuesday30th JuneSprint Relay
Wednesday1st JulyLong
Thursday2nd July-Rest day-
Friday3d JulyMiddle
Saturday4th JulyRelay

Live Center unter: WELCOME | International Orienteering Federation

Vertrauen in das Potenzial

Konkrete Ergebnisziele oder Platzierungsvorgaben gibt das Betreuerteam bewusst nicht aus. Im Mittelpunkt stehen vielmehr das Vertrauen in die gemeinsam erarbeiteten Fähigkeiten sowie das Ausschöpfen des individuellen Potenzials.

„Gesamthaft gesehen freuen wir uns über jeden gelungenen Wettkampf. Wir erwarten von den Athletinnen und Athleten keine bestimmten Resultate. Wir glauben fest an ihre Fähigkeiten, wissen aber auch, wie hoch die internationale Leistungsdichte ist und dass sich starke Leistungen nicht immer unmittelbar in der Ergebnisliste widerspiegeln.“

Betreuerteams bei den Saisonhöhepunkten

EYOC

  • Ursula Binder
  • Stephanie Jandl (Physiotherapeutin)
  • Klaus Schgaguler

JWOC

  • Martin Binder
  • Ursula Binder und Carina Polzer (wechseln sich nach den Sprintbewerben in der Betreuung ab)
  • Maximilian Becker (Physiotherapeut)

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