SKI-O Trainingskurs – Maximales Tempo bei 100% Kontrolle

Ski-O-Nationalteam trainierte in Klagenfurt

Trainingskurs 2.–4. Oktober 2026 · Bericht: Jörg Bürger

Vom 2. bis 4. Oktober traf sich die österreichische Ski-Orientierungslauf-Nationalmannschaft zum Herbstkurs in Klagenfurt. Neun Athlet:innen aus Elite-, Challenger- und Jugendkader trainierten unter der Leitung von Headcoach Jarkko Urpalainen und Jörg Bürger drei Tage lang gemeinsam – an denselben Orten, differenziert nach Umfang, Intensität und technischem Anspruch.

Im Mittelpunkt stand das Rollski-Orientieren auf den verkehrsarmen Wegenetzen rund um den östlichen Wörthersee: Kartenlesen in Bewegung, schnelle Routenwahl und ständiger Kartenkontakt – jene Fähigkeiten, die im internationalen Vergleich den Unterschied machen. Das Leitmotiv des Kurses: Orientieren mit 100 % Kontrolle bei maximaler Geschwindigkeit.

Freitag: Technischer Einstieg

Der Freitag diente nach der Anreise dem technischen Einstieg. Nach einem kurzen Einführungsblock zum Kartenkontakt auf Weltcup-Niveau ging es auf die Rollski: Skiroller-Linien-O als Warm-up, intensive SkirollO-Intervalle auf einer eigens gezeichneten Ski-O-Karte des Campingareals in Wettkampfsimulation.  

Am Abend stand die Routenwahl im Mittelpunkt: In Teamarbeit suchten die Athlet:innen auf Weltcup-Karten Routenoptionen, diskutierten und analysierten sie gemeinsam – und durften anschließend selbst Bahnen legen und so die Perspektive des Bahnlegers kennenlernen. In den gemischten Gruppen profitierte die Jugend dabei direkt von der Erfahrung von Coaches, Elite und Challengern.

Headcoach bespricht mit den Athlet:innen die erste Rollski-Einheit am Campingareal.

Letzte Instruktionen vor dem Start: Kartenhalter einstellen, Posten einprägen, los.

Samstag: Hauptbelastungstag

Am Vormittag standen Rollski-OL-Intervalle mit Routenwahl-Duellen auf dem Programm: Paarstarts, bei denen bewusst unterschiedliche Routen gewählt wurden, um am Posten zu sehen, welche schneller war – Orientieren an der Schwelle, genau dann, wenn der Kopf müde wird.

Am Nachmittag wechselte das Team die Disziplin und startete beim KOLV-Cup in Schiefling. Für einige Athlet:innen war es der erste Fuß-OL-Wettkampf überhaupt – und der Einstieg gelang: In den Nachwuchsklassen gab es gleich schöne Erfolge zu feiern. Am Abend folgten die GPS-Fehleranalyse des Vormittags und das Briefing für den Sonntag.

Sonntag: Standortbestimmung zum Abschluss

Am Sonntag folgte der Testlauf über die Mitteldistanz unter Wettkampfbedingungen: Einzelstart, eigene Bahn pro Kader, Zeitnehmung und Wettkampfsimulation. Direkt nach dem Ziel zeichneten die Athlet:innen ihre Route aus dem Gedächtnis nach – Selbstwahrnehmung gegen Realität, eine Kernroutine der internationalen Spitze. In der abschließenden Analyse erhielten alle Athlet:innen ein individuelles Feedback mit konkreten Schwerpunkten für die weitere Trainingsperiodisierung.

Testlauf am Sonntag: Kartenwechsel bei voller Fahrt in die nächste Runde

Ski-O-Karte des Campingareals mit einer der Trainingsbahnen vom Freitag: dichtes Wegenetz, kurze Teilstrecken, ständig

Fazit

Das Trainerteam zeigte sich mit dem Kurs hochzufrieden: Die Athlet:innen waren mit großer Begeisterung und hohem Engagement dabei, und die Werte aus dem Testlauf liefern wertvolle Referenzpunkte für die kommende Saison.

Feedback von Tobias Habenicht: „Das Trainerteam hat auf das hohe Niveau unserer Trainingslehrgänge bei diesem Kurs eines draufgelegt, da sind wir schon Weltklasse. Die jungen Athlet:innen sind mit so viel Engagement, Einsatz und Leidenschaft bei der Sache, das motiviert auch uns Arrivierte. Fazit: Top – best trainingscourse ever!

Ein herzlicher Dank gilt der Sportunion Klagenfurt, deren Einrichtungen das Team nutzen durfte.

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