Mit gleich drei Wettkämpfen an einem Wochenende ging am 4. und 5. Oktober 2025 die nationale MTBO-Austria Cup-Saison in Pöttsching zu Ende. Organisiert wurde die Veranstaltung vom HSV Orientierungslauf Wiener Neustadt. Dem Team stand Thomas Hnilica (OLT Transdanubien) als versierter Technischer Delegierter zur Seite.
Rund 130 Starterinnen und Starter aus Österreich und den Nachbarländern nahmen an diesem anspruchsvollen Saisonausklang teil. Zum Auftakt standen am Samstagvormittag die Österreichischen Staatsmeisterschaften und Österreichischen Meisterschaften im Sprint-MTBO am Programm. Die Bahnen führten durch ein weitgehend flaches Waldgebiet mit Wegen in unterschiedlicher Befahrbarkeit, vom breiten Schotterweg bis zum verwachsenen Waldweg. Mit raschen Richtungswechseln und Orientierungsaufgaben im dichten Wegenetz waren die Fahrer:innen ständig gefordert.
In der Herren Elite kürte sich Andreas Waldmann (OLT Transdanubien), erst kürzlich ebenfalls im Sprint Weltcupsieger in Bulgarien, mit einer Zeit von 27:38 zum Österreichischen Staatsmeister, gefolgt von Hannes Hnilica (OLT Transdanubien) in 28:22 und Lukas Wieser (HSV Pinkafeld) in 28:31.
Bei den Damen Elite holte sich Jana Hnilica (OLT Transdanubien) in 30:29 den Staatsmeisterin-Titel, Zweite wurde Michaela Gigon (OLT Transdanubien) mit einer Zeit von 31:43, Dritte Katja Walther (Naturfreunde Villach) in 32:36.
Während das Postensetzer-Team im Gelände unterwegs war und Stationen absammelte und neu aussetzte, war den Starter:innen eine Mittagspause vergönnt, die sie bei erfreulichen Wetterbedingungen am Sportplatz des Kinderdorfs Pöttsching verbrachten, wo sich das Wettkampfzentrum befand. War es in der Früh noch leicht frostig gewesen, so sorgte der Sonnenschein und föhniger Südwind für ein sehr angenehmes Ambiente.
Das Team des Kinderdorfs servierte Saft, Aufstrichbrote, Kuchen und Kaffee, sodass man bestens gestärkt zum nächsten Wettkampf aufbrechen konnte. Rund zwei Kilometer vom Wettkampfzentrum entfernt stellten sich die Starter:innen für den Massenstart-Bewerb auf. Auf Kommando durften die Karten umgedreht werden und los ging es zum zentralen Posten eines „Schmetterlings“, der sich hoch oben im Wald befand. Zusätzlich bot die Bahnlegung für einige Kategorien noch einen „Diamant“, sodass die Starter:innen variantenreich aufgesplittert wurden.
Der Zielsprint führte leicht bergauf direkt ins Wettkampfzentrum und ein besonders spannendes Duell leisteten sich dabei in der Damen Elite Jana Hnilica und die Ungarin Bianka Tamás, wobei die Österreicherin mit 7 Sekunden die Nase vorne hatte. Dritte wurde Anna Fúzy.
Bei den Herren siegte Andreas Waldmann vor Hannes Hnilica und Georg Koffler (Naturfreunde Villach).
Am nächsten Tag ging es bei trockenen Bedingungen unter verhangenem Himmel um die besten Zeiten über die Langdistanz. Für Spannung sorgten diesmal in die Bahn eingebaute Postennetze, wo die knifflige Aufgabe darin bestand, die ideale Route zu den einzelnen Posten zu wählen.
Die Herren Elite hatte eine Strecke von 37,4 Kilometern und 325 Höhenmetern zu bewältigen, die Strecke der Damen Elite führte über 32 Kilometer und ebenfalls 325 Höhenmeter.
Trotz der sorgfältigen Vorbereitung und vieler Gespräche mit Grundbesitzern und Jägern kam es in einem Waldstück zu einer unerfreulichen Konfrontation einiger Fahrer:innen mit einem aufgebrachten Waldbesitzer-Paar. Da sich daraus Verzögerungen ergaben, die das Rennergebnis verzerrt hätten, mussten Teilstrecken aus dem Ergebnis herausgerechnet werden.
Unter Berücksichtigung dieser Adaptionen holte sich bei den Herren Elite Andreas Waldmann den Sieg, Hannes Hnilica wurde Zweiter, Georg Koffler Dritter.
Bei den Damen Elite siegte Bianka Tamás vor Katja Walther und Anna Fúzy.
Dank spendabler Sponsoren aus Pöttsching und Umgebung konnten bei der abschließenden Sieger:innen-Ehrung viele schöne und vor allem schmackhafte Preise aus der Region entgegennehmen.