Die Sonne strahlte zwar vom Himmel, den Läuferinnen und Läufern und dem Organisationsteam des HSV OL Wiener Neustadt pfiff aber am Samstag, 14. März 2026, eine steife Brise um die Ohren, als in Purbach am Neusiedler See das erste Startsignal für einen nationalen Wettkampf in der Fuß-O-Saison 2026 ertönte.
22 Teams traten in der Elitekategorie zur Staatsmeisterschaft in der Mixed Sprint Staffel an. Die kniffligen Bahnen meisterten Antonia Erhart, Georg Gröll, Mathias Peter und Anna Gröll vom OLC Graz am schnellsten – nach 65:24 liefen die Teamkolleg:innen gemeinsam mit Schlussläuferin Anna ins Ziel am Sportplatz in Purbach ein.
Nur 16 Sekunden hinter ihnen beendete das Naturfreunde-Wien-2-Team mit Jasmina Gassner, Lauri Urbanek, Nicolas Kastner und Ylvi Kastner das Rennen. Eine Zeit von 70:37 verhalf dem Naturfreunde-Wien-3-Team mit Lina Buchberger, Erik Bonek, Florian Gidl und Tina Tiefenböck zur Bronzemedaille.
Bahnleger Markus Plohn hatte mit künstlichen Sperren am Gelände des Camping- und Mobilheimplatzes für Herausforderungen bei der Routenwahl gesorgt. Nach dem Zuschauerposten am Sportplatz ging es noch einmal in eine kleine Schlussrunde mit eng gesetzten Posten, wo höchste Konzentration bis zur Ziellinie verlangt war.

Die Staatsmeister:innen vom OLC Graz (Mitte), flankiert von den beiden ebenfalls sehr erfolgreichen Naturfreunde-Wien Teams. Foto: Bernhard Koiser
Nach dem Elite-Start gingen auch die anderen Staffel-Teams in den Kategorien bis 16 Jahre, ab 35 Jahre, ab 50 Jahre und Offen ins Rennen.
Alle Ergebnisse findet man hier: https://anne.orienteeringaustria.at/event/o-st-m-mixed-sprint-staffel-in-purbach-am-neusiedler-see/ergebnisse
Nach einer Erholungspause mit Snacks und Erfrischungen vom Sportplatz-Buffet ging es dann für die meisten Kategorien in die Altstadt von Purbach zum 1. Austria Cup im Sprint. Bahnleger Dominik Lapornik hatte auch hier mit künstlichen Sperren „gezaubert“, wodurch die Bahnen sehr an Reiz gewannen. Es galt, schnelle Entscheidungen über die optimale Route zu treffen und sich dann auch nicht mehr in der Ausführung zu verheddern.
Die Jüngsten und die Kategorien Familie und Neulinge blieben beim Sprint in der Nähe des Sportplatzes und absolvierten ihre Bahnen im Bereich des Spielplatzes und des Freibades. Wie die „Großen“ hatten auch sie einen Mapflip zu meistern, mussten also nach einigen Posten die Karte umdrehen, um den Rest der Bahn von der Rückseite abzulesen.
Doch zurück in die Purbacher Altstadt mit ihrer historischen Stadtmauer und den Stadttoren, gesäumt von Stadtteilen mit neuen Wohnbauten und Reihenhaussiedlungen. In der Elite absolvierte Nicolas Kastner (Naturfreunde Wien) die Sprintbahn am schnellsten. Er gewann mit einer Zeit von 15:17 und mit sieben Sekunden Vorsprung auf den Zweitplatzierten Mathias Peter (OLC Graz). Dritter wurde mit 15:50 Simon Tobler vom Leibnitzer AC.
Ylvi Kastner (Naturfreunde Wien) stand mit ihrem Bruder nach diesem Sprint-Wettkampf gemeinsam ganz oben am Sieger-Treppchen: Sie überzeugte mit einer Zeit von 15:24 vor Anna Gröll (OLC Graz) mit 15:50 und Annika Simonsen aus dem schwedischen OL-Nachwuchsteam (IKHP Huskvarna) mit 15:51.
Alle Sprint-Ergebnisse: https://anne.orienteeringaustria.at/event/1-austria-cup-im-sprint-in-purbach-am-neusiedler-see/ergebnisse
Am Sonntag hatte sich der Wind ein wenig beruhigt und die liebliche burgenländische Landschaft spielte mit blühenden Mandelbäumen und leuchtend-grünen Bärlauchfeldern all ihre Trümpfe aus. Sportlich stand der 2. Austria Cup mit einer Langdistanz am Programm.
Der lange Weg vom Wettkampfzentrum zum Start am Saum des Leithagebirges wurde mit einem hübschen Blick auf den Neusiedler See belohnt. Für die älteren Semester und die Jüngsten hatte der HSV OL Wr. Neustadt ein Shuttleservice organisiert.
Oben angekommen, ging es mit der Karte in der Hand zunächst durch eine offene Landschaft und dann hinein in die Hänge und Gräben des Leithagebirges. Bahnleger Georg Wittberger hatte die Bahnen kunstvoll ins Gelände gelegt, die von der Jägerschaft gewünschten Sperrgebiete störten kaum bzw. sorgten für interessante Überlegungen hinsichtlich der idealen Routenwahl.
Die schnellste Elite-Dame war diesmal die Schwedin Annika Simonsen (IKHP Huskvarna) mit einer Zeit von 67:15, gefolgt von Jasmina Gassner (Naturfreunde Wien) mit 69:29 und Emily Adenstedt (Orienteering Klosterneuburg) mit 78:13.
In der Herren-Eliteklasse holte sich Nicolas Kastner mit einer Zeit von 85:10 den zweiten Sieg an diesem Wochenende, auf Platz 2 beendete Moritz Czech (Leibnitzer AC OLG) das Rennen (88:44), Dritter wurde Erik Simkovics (OLC Wienerwald) mit 89:49.
Alle Ergebnisse Langdistanz: https://anne.orienteeringaustria.at/event/2-austria-cup-langdistanz-im-leithagebirge-bei-purbach-am-neusiedler-see/ergebnisse