Bereit für Weltcup-Auftakt in Locarno: Routine trifft auf junge Ambition

Bei den technisch anspruchsvollen Rennen durch Locarno und Ascona peilt man vor allem in der Sprintstaffel einen Platz in den Diplomrängen (Top 6)) an. „Das Team hat sich in den Selektionsläufen stark präsentiert. Wir wollen im Tessin zeigen, dass wir auch in der Breite zur erweiterten Weltspitze gehören“, so das Trainerteam. Österreichs stärkster Orientierungsläufer der letzten Jahre, WM-Medaillengewinner Jannis Bonek lässt den Weltcup-Auftakt in der Schweiz aus.

Kurz vor dem Start der ersten Weltcuprunde im Tessin geben drei Schlüsselpersonen des rot-weiß-roten Aufgebots Einblicke in ihre Erwartungen und Vorbereitungen. Zwischen Vorfreude auf das Team-Highlight und der bescheidenen Zielsetzung der Debütanten zeichnet sich ein fokussiertes Bild des österreichischen Teams.

Anna Gröll: Teamgeist und klare WM-Vorbereitung

Für die erfahrene Anna Gröll steht das Wochenende ganz im Zeichen der Gemeinschaft. Obwohl sie eine gesunde Nervosität verspürt, blickt sie optimistisch auf die Sprints im urbanen Gelände von Locarno und Ascona.

  • Fokus Staffel: Ihre größte Vorfreude gilt der Sprintstaffel. Ein Top-6-Platz ist für sie nicht nur ein Traum, sondern ein „realistisches Ziel“, das als wichtiger Gradmesser für die diesjährige Weltmeisterschaft dient.
  • Vorbereitung vor Ort: Das frühe Anreisen und die ersten Trainingseinheiten im relevanten Gelände bezeichnet sie als essenziell, um Vertrauen in die Umgebung zu gewinnen.

Jacopo Stöcher: Die Suche nach der internationalen „Baseline“

Der junge Jacopo Stöcher feiert in Locarno sein Weltcup-Debüt. Trotz seiner Wurzeln in der Region sieht er die Wettkämpfe nicht als „Heimspiel“, zieht aber positive Parallelen zu den Kartenmaterialien, die er aus der Vorbereitung in Italien kennt.

  • Bescheidene Ziele: Für seinen ersten Einsatz auf der großen Bühne hat er sich keine konkreten Platzierungen vorgenommen. Sein Ziel ist es, eine solide „Baseline“ zu setzen – eine Grundlage, auf der er seine zukünftige Karriere im Weltcup aufbauen und sich kontinuierlich steigern kann.

Moritz Czech: Mit digitaler Vorbereitung und Gelassenheit zum Erfolg

Auch für Moritz Czech ist es die Premiere auf Weltcup-Niveau. Er besticht durch eine akribische Vorbereitung und eine bemerkenswerte mentale Einstellung.

  • Technik-Check: Czech hat sich bereits vorab via Google Street View und alten Karten intensiv mit dem Gelände auseinandergesetzt. Er schätzt den Wechsel aus technisch anspruchsvollen Passagen und laufbetonten Abschnitten.
  • Mentale Stärke: Trotz der neuen Drucksituation will er seinen Ablauf nicht ändern: „Ein Lächeln vor dem Start“ hilft ihm, nicht zu verkrampfen. Für ihn ist der Weltcup im Grunde „ein Lauf wie jeder andere“, bei dem vor allem der Spaß und die eigene Leistung im Vordergrund stehen sollten.

Fazit für den Weltcup: Das ÖFOL-Team startet mit einer gesunden Mischung aus taktischer Vorbereitung und mentaler Lockerheit in die Saison. Während die Jungen ihre erste Duftmarke setzen wollen, peilen die Etablierten bereits die erweiterten Podiumsplätze in den Team-Bewerben an.

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