HISTORISCHER AUFTAKT: Geschwister-Coup mit EM-Gold und Silber

Die österreichischen Mountainbike-Orienteering-Asse erwischten am Montag, 25. Mai 2026, einen geschichtsträchtigen Start in die Europameisterschaft in Portugal. Zum EM-Auftakt im Sprint krönte sich Hannes Hnilica in der Allgemeinen Klasse sensationell zum Europameister. Nur wenige Minuten zuvor hatte seine Schwester Jana Hnilica den rot-weiß-roten Triumph perfekt ..gemacht: Sie raste zu EM-Silber.

Almeida (Portugal). Das geschichtsträchtige, verwinkelte Stadtzentrum der portugiesischen Festungsstadt Almeida bot die Kulisse für ein sportliches Märchen made in Austria. Beim EM-Auftakt (der gleichzeitig als zweite Runde des CX80-Weltcups zählt) drückten die österreichischen Geschwister dem Sprintrennen ihren unmissverständlichen Stempel auf.

Start-Ziel-Sieg für Hannes Hnilica in der Elite

Nachdem Hannes Hnilica im vergangenen Jahr bereits WM-Gold in der U23-Kategorie einfahren konnte (und erst Anfang des Monats seinen U23-Weltmeistertitel im Sprint erfolgreich verteidigte), gelang ihm nun endgültig der historische Durchbruch in der absoluten Weltspitze der Allgemeinen Klasse (Elite).

Vom ersten Posten an zeigte der Österreicher eine fahrerische und navigatorische Meisterleistung. In einem echten Start-Ziel-Sieg baute er die Führung kontinuierlich aus und ließ der internationalen Konkurrenz keine Chance. Mit einer Fabelzeit von 16:21 Minuten verwies er den Franzosen Pierre Martinez (+0:35) und den tschechischen Top-Favoriten Vojtech Ludvik (+0:36) auf die Plätze zwei und drei.

Im Siegerinterview erklärte Hannes Hnilica das Erfolgsgeheimnis:

„Gute Vorbereitungen mit Luftbildern machten eine schnelle Routenentscheidung im Bewerb einfacher. So konnte ich auch die Schlüsselroute, bei der man bis zu 20 Sekunden verlieren konnte, richtig wählen und den Sieg holen!“

Jana Hnilica holt sensationell Silber

Kurz vor dem Gold-Jubel ihres Bruders lieferte auch Jana Hnilica ein Rennen der Extraklasse ab. Als Mitfavoritin ins Rennen gegangen, hielt sie dem Druck stand und bewies ihre absolute Weltklasseform. In einem extrem packenden Damenrennen musste sie sich mit einer Zeit von 19:16 Minuten lediglich der finnischen Ausnahmefahrerin Ruska Saarela (18:34) geschlagen geben. Rang drei ging an die Französin Constance Devillers (+0:04 auf Hnilica).

Die frischgebackene Vize-Europameisterin freute sich im Ziel riesig:

„Entscheidend war sicher die gemeinsame Vorbereitung und das Geländestudium der alten Karte und Satellitenbilder. Auch physisch war ich super drauf und ich freue mich riesig!“

Mit diesem doppelten Paukenschlag hat das „MTBO Team Austria“ ein dickes Ausrufezeichen hinter seine Medaillenambitionen gesetzt. Die Titelkämpfe in Portugal dauern noch bis zum 28. Mai an – nach diesem Auftakt darf sich Österreich berechtigte Hoffnungen auf weiteres Edelmetall machen.

Die Ergebnisse im Detail:

Herren Elite (Sprint):

  1. Hannes Hnilica (AUT) – 16:21 Min.
  2. Pierre Martinez (FRA) – 16:56 Min. (+0:35)
  3. Vojtech Ludvik (CZE) – 16:57 Min. (+0:36)

Damen Elite (Sprint):

  1. Ruska Saarela (FIN) – 18:34 Min.
  2. Jana Hnilica (AUT) – 19:16 Min. (+0:42)
  3. Constance Devillers (FRA) – 19:20 Min. (+0:46)

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