EM- und Weltcup-Finale in Litauen: Kampfgeist, Höhen und Tiefen zum krönenden Abschluss

Die European Orienteering Championships (EOC) und das internationale Weltcup-Finale im litauischen Druskininkai sind Geschichte. Nach einer intensiven Woche im tiefgrünen, physisch extrem fordernden baltischen Wald blickt das ÖFOL-Team auf herausfordernde Tage voller harten Kämpfen, starker A-Finali und echten Team-Emotionen zurück. International sicherten sich bei der Mitteldistanz Hanna Lundberg (SWE) und erneut Kasper Harlem Fosser (NOR) die Titel, während in den Staffelbewerben die Schweden (Damen) und Schweiz (Herren) ganz oben auf dem Podest standen.

Mitteldistanz (Samstag): Fünf Österreicher im A-Finale

Nach dem starken Nachrücken von Ylvi Kastner und Lukas Novak standen am Samstag gleich fünf ÖFOL-Athleten:innen im hochkarätigen A-Finale der Mitteldistanz: Anna Gröll und Ylvi Kastner bei den Damen sowie Nicolas Kastner, Mathias Peter und Lukas Novak bei den Herren.

Die Erwartungen waren hoch die Enttäuschung leider auch.
Leider konnten unsere Athlet:innen ihre Läufe nicht durchziehen und es schlichen sich kleine und große Fehler ein, den die Routen hatten ihre Tücken mit denen auch die anderen Top Athlet:innen zu kämpfen hatten und die eine oder andere Überraschung brachte, so blieben wir leider hinter den Erwatrungen:

Staffel (Sonntag): Drama, Emotionen und Teamgeist zum Schlusstag

Der absolute emotionale Höhepunkt und gleichzeitig sportliche Härtetest wartete am Sonntag mit den Staffelbewerben. Die anstrengenden Vortage forderten ihren Tribut, und die Rennen boten von Frust bis purem Genuss das vollelektrische Spektrum des Orientierungslaufs.

Die Herren-Staffeln im Rückblick:

  • Lukas Novak (Startläufer AUT1): „Hätte mich gut gefühlt, leider zum 3. Posten gestützt und Ersatzkompass hat etwas gedauert. Leider dann der falschen Gruppe gefolgt! Schade, wenn man so früh den Anschluss verliert. Schlussschleife war echt gut und konnte wieder etwas zulaufen und Rückstand verringern. Tipps: RICHTUNG schauen und Gas geben!“
  • Simon Tobler (Startläufer AUT2): „Super, hat mir echt getaugt! Ohne Fehler, nur läuferisch wusste ich, dass ich noch nicht mitkomme. Nach der Langdistanz konnte ich so einen guten Abschluss mit dieser EM finden.“
  • Nicolas Kastner (2. Läufer AUT1): Fand deutliche Worte der Enttäuschung: „Wo glaubt er, dass er ist… Ratlos, keinesfalls der Abschluss, den ich wollte. Gut reingefunden, aber dann irgendwo im Wald gestanden und keinen Plan mehr gehabt. Sehr enttäuschend. Bei einer Staffel alleine im Wald zu stehen, macht keinen Spaß!“
  • Georg Gröll (2. Läufer AUT2): Sah das Rennen mit etwas Wehmut und Stolz zugleich: „Sehr zufrieden, gute Ausgangslage für uns als 2. Staffel. Überraschend, dass wir mit unserer guten Leistung das 1. Team abhängen konnten. Aber wir kämpfen gemeinsam und es ist schade für Team 1, durch diese Fehler schon aus dem Rennen zu sein.“
  • Mathias Peter zog ein positives Fazit: „Anstrengend, aber noch gut gefühlt. Bin zufrieden, konnte meinen Lauf durchziehen und viele Teams überholen, das hat mich gepuscht! Persönlich habe ich mit der EM gut abschliessen können – leider erst jetzt, wo es vorbei ist!“
  • Elias Schafer (3. Läufer AUT2): Zog ein rundum positives Fazit: „Stabiler Lauf, leider schon etwas müde. Kann konstant durchlaufen und mich zum Schluss noch pushen. Hab die Staffel wirklich genießen können.“

Die Damen-Staffel im Rückblick:

  • Anna Gröll (Startläuferin): „Ich liebe Massenstart mit so vielen Mädls, richtig cool. Technisch richtig gut unterwegs, und leider bei einem der letzten Posten nochmals umdrehen müssen, weil ich nicht ganz sicher war, ob den Posten gestempelt habe, daher leider ein paar Sekunden verloren!“
  • Ylvi Kastner (2. Läuferin): „Ja, guter, zufriedener Abschluss. Fehler konnte ich in Grenzen halten! Bei der Schlussschleife leider eine kleine Lücke aufgerissen, schade für Lina als Schlussläuferin. Nach gestern ein guter Abschluss!“
  • Lina Buchberger (Schlussläuferin): Bewies nach wochenlangen Oberschenkelproblemen echten Kampfgeist: „Physisch wirklich hart, von Anfang an gekämpft. Diese Woche immer wieder Probleme mit dem Oberschenkel und sehr froh, dass ich in der Staffel noch gut durchlaufen konnte! Happy mit dem Abschluss.“

Fazit

Die Europameisterschaften in Litauen haben dem Team alles abverlangt – von anspruchsvollem, grünem Terrain bis hin zu mentalen Herausforderungen. Am Ende überwiegen Stolz, wertvolle Weltcuppunkte und die Erkenntnis, dass das rot-weiß-rote Team im internationalen Feld absolut mitkämpfen könnte.

Ein riesiges Dankeschön an den ORF für die großartigen Live-Übertragungen in ORF Sport Plus und auf ORF ON, die unseren Sport einem breiten Publikum nähergebracht haben!
Vielen Dank an unsere Kommentatoren Boris Kastner-Jirka und Robert Merl !

Alle detaillierten Ergebnisse und Karten-GPS-Analysen gibt es wie gewohnt im IOF Livecenter.

WELCOME | International Orienteering Federation

Weitere News

EM- und Weltcup-Finale in Litauen: Kampfgeist, Höhen und Tiefen zum krönenden Abschluss

Mit Karte, Köpfchen und Kultur: Baden wird zum Spielfeld

EM 2026 in Litauen: Harter Kampf im baltischen Grün – Österreichs Team schlägt sich wacker im A-Finale

Inklusiver Orientierungslauf – OL für Alle

Mitarbeit im Internationalen Verband (IOF): Aufruf zur Bewerbung für Kommissionen und Gremien (2027–2028)

Live im ORF: Die Orientierungslauf-EM & das Weltcup-Finale in Litauen!