ÖSTM/ÖM Sprint in schwierigstem MTBO-Terrain

Am Sonntag, 19. April 2026, fand am Garnisonsübungsplatz Blumau-Neurisshof die Österreichische Staatsmeisterschaft und Österreichische Meisterschaft im MTBO-Sprint statt. Durchgeführt wurde der Wettkampf vom HSV OL Wr. Neustadt und dem HSV Großmittel. Es gab angenehmes warmes Frühlingswetter, trockenes Terrain und Windstille.

(Zur Info: Am Bericht vom MTBO-Massenstartbewerb am Samstag, 18. April 2026 in Großmittel, wird noch gearbeitet. Dieser folgt voraussichtlich morgen, Mittwoch.)

In dem militärisch genutzten Ruinenfeld zwischen den Ortschaften Blumau und Neurisshof waren zuvor bereits mehrmals Orientierungslauf- und MTBO-Wettkämpfe ausgetragen worden. Ursprünglich wurden auf diesem Areal zivile Fabriken und Werkshallen betrieben. Die Gebäude wurden später auch militärisch genutzt. Im 2. Weltkrieg wurden die Anlagen großteils zerstört und blieben danach ungenutzt; das gesamte Areal verwilderte zusehends. Orientierungsmäßig ist es eines der schwierigsten Gebiete in ganz Österreich.

Querfahren war in dem sehr ruppigem Terrain erlaubt, schnelles Vorwärtskommen jedoch schwierig. Die Alternative, „weites Umfahren“ auf guten Wegen, lohnte sich mehrmals. Dickichte, starkes Unterholz und herumliegende Gebäudeteile stellten zusätzliche Hindernisse dar, auch verliefen die vielen Single Trails (auf der Karte punktiert dargestellte Pfade) nicht geradlinig, sondern oft in Schlangenlinie quer durchs „Grüne“!

Diejenigen, die bereits öfters in diesem Gelände unterwegs gewesen waren, hatten einen enormen „Heimvorteil“, da man die „technischen Gefahren und versteckten Tücken“ dieser Karte besser deuten konnte.

Eine „Geheimformel“ in diesem Terrain ist der „persönlich abgestimmte Fahr-Rhythmus“! Wem es gerade in diesem Gebiet gelang, von Anfang an in einen „Flow“ zu kommen, und wer dieses flüssige Tempo ohne Stehenbleiben aufrecht erhalten konnte, hatte gute Chancen auf ein gutes Ergebnis. Diejenigen, die hingegen ein zu hohes Fahrtempo wählten, mussten mit gröberen Fehlern und Zeitverlust rechnen. „Stopp & Go“ brachte weniger Zeitgewinn als „flüssiges moderates Fahrtempo“.

18 Herren sowie 9 Damen nahmen die Eliteklassen in Angriff; insgesamt gab es an die 150 Teilnehmer:innen aus 5 Nationen. Die Herren hatten eine Streckenlänge von 5,6km (Luftlinie) mit Idealstrecke von 9,0km mit 26 Posten zu bewältigen. Hannes HNILICA ging mit einem Blitzstart gleich beim 1. Posten in Führung, setzte sich vom Rest des Feldes ab und gab diese Führung bis ins Ziel nicht mehr ab. Er gewann in einer Zeit von 26:14 den Staatsmeistertitel. Dahinter jedoch wechselten sich einige Fahrer auf den Medaillenpositionen mehrfach ab. Schließlich gelang es Tobias BREITSCHÄDEL (28:34) als Zweiter aufs Podest zu fahren. Martin ILLLIG gewann in einer Zeit von 29:01 die Bronzemedaille. Erst an der 4. Position war der beste Nicht-Österreicher zu finden: Adam BEÖTHY (Ungarn / 29:15). Andreas WALDMANN (5. Platz / 29.49) und Lukas WIESER (6. Platz / 29:56) waren die nächsten Österreicher bei dieser Meisterschaft, die auch als World-Ranking Event zählte.

Die Elite-Damen hatten mit 4,6km (Luftlinie) und einer Idealstrecke von 7,1km bei 22 Posten eine ähnlich selektive Bahn zurückzulegen. Jana HNILICA (27:42) konnte den Staatsmeisterintitel gewinnen. Michael GIGON holte Silber in 29:26 und Katja HNILICA Bronze in 33:46. Erst an der 4. Stelle war mit Bianca TAMAS aus Ungarn (34:01) die beste Nicht-Österreicherin platziert.

Besonders zu erwähnen wäre noch, dass es an diesem Tag erstmals eine Österreichische Meisterschaft in der Klasse H 80+ gab. Werner BURMANN holte sich Gold vor Curt MAIER und Wolf EBERLE.

Ein besonderer Dank ergeht hier an den Tennisclub TC Blumau-Neurisshof, der sein Vereinsheim als Infrastruktur für diesen Wettkampf zur Verfügung stellte.

Ergebnisse und Link zum Bewertungs-Tool

Livelox

Rangliste

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