MTBO-Massenstart feierte als ÖM Premiere

Am 18. und 19. April 2026 fand im „Steinfeld“ nördlich von Wr. Neustadt der heurige Saisonauftakt in der Disziplin MTBO statt.

Der HSV Wr. Neustadt und der HSV Großmittel organisierten in einer perfekt funktionierenden Kooperation dieses erste große Meisterschafts-Wochenende der MTBO-Sportler:innen. Die Wettkampfleitung oblag Dominik Lapornik, der mit Unterstützung von MTBO-Chef Thomas Wieser als Technischer Delegierter einen ausgezeichneten Job ablieferte.

Am Samstag-Nachmittag gab es bei wunderbar angenehmen Frühlingstemperaturen und Windstille den 1.MTBO-AC, der gleichzeitig eine Premiere als Österreichische Meisterschaft war. Erstmalig wurde diese Meisterschaft für alle Kategorien in der IOF-WM-Disziplin „Massenstart“ durchgeführt.

Nachdem bereits in den drei vorhergehenden Jahren MTBO-ACs in der Disziplin Massenstart erfolgreich abgewickelt wurden (2023 Großmittel + 2025 Pöttsching – HSV Wr.Neustadt, 2024 Sopron – OLT Transdanubien), gab es auch schon die nötigen Erfahrungswerte für die Durchführung.

Was bisher für eine reguläre Meisterschaft fehlte, war eine umfassende Beschreibung dieses Formats und Erstellung eines nationalen Regulativs. Dies wurde in den vergangenen Wintermonaten durch Thomas Hnilica und Michael Melcher bewerkstelligt und in die bestehende ÖFOL-Wettkampfordnung unter Punkt: V2.3.5. eingearbeitet und kann dort jederzeit eingesehen werden.

Bereits bei den Meldungen konnte festgestellt werden, dass die OL-Familie dieses neue Meisterschafts-Format befürwortet, indem viele OLer (und neue MTBO-ler) motiviert werden konnten, daran teilzunehmen.

Der Massenstartbewerb fand in „altbewährtem“ Gelände des Garnisons-Übungsplatzes Großmittel statt. Relativ wenig geschlossener Waldanteil, dafür große offene Flächen mit Wegen und fahrbaren Panzerspuren, die fahrtechnisch sehr fordernd sind, charakterisieren dieses Gelände. Dazwischen sehr ruppiges, unübersichtliches Wiesenareal mit vielen kleinen Erhebungen und Vertiefungen, die zur „Stolperfalle“ werden konnten.

Querfahren war überall erlaubt, aber aufgrund der geringen möglichen Fahrgeschwindigkeit nicht immer sinnvoll. Allerdings gab es sowohl Posten auf Wegen als auch „offroad“ Posten abseits der Spuren. Erschwerend am ganzen GÜPL waren die vielen Gebäuderuinen und Fundamentreste, die nicht nur als Postenstandorte dienten, sondern ein enormes Maß an Fahrtechnik und erhöhte Aufmerksamkeit erforderte. Herumliegende Metallteile konnten leicht zu einer Reifenpanne führen.

Dennoch war das Haupt-Charakteristikum dieses Events das hohe Fahrtempo; das Zweitwichtigste war die Wettkampftaktik. Ähnlich einer Staffel musste man auch immer auf die Gegner:innen achten und auch schauen „wer wohl dieselbe Gabel bzw. Runde hat“.

Bahnleger Manfred Stockmayer hatte bewusst ein staffelähnliches Gabelungssystem gewählt, um das Starterfeld mehrfach aufzusplitten und wieder zusammenzuführen. Dies wurde durch einen Teilbahnenaustausch auf zwei Runden mit Kartenwechsel erreicht.

Erfreulich ist die Teilnehmeranzahl in den beiden Eliteklassen zu sehen. Bei den Herren waren 15 Fahrer, bei den Damen 8 Fahrerinnen am Start. Die teilnehmerstärkste Kategorie war die H60+ mit 18 Startern; etliche Fahrer:innen waren das erste Mal bei einem MTBO-Bewerb dabei, was dieses neue Format natürlich enorm aufwertet.

Die Elite-Herren hatten 17,9km Idealroute (kaum nennenswerte Höhenmeter) mit 42 Posten anzufahren, die Damen 13,6km mit 32 Posten.

Es entwickelte sich vom Start weg ein spannendes Rennen an der Spitze; mehrere Kaderfahrer blieben jeweils in Sichtkontakt und die Führung innerhalb der Gruppen wechselte mehrfach. Erst auf der letzten Einheits-Runde konnte Hannes HNILICA (OLT Transdanubien) wieder die Führung übernehmen und diese knapp vor Tobias BREITSCHÄDEL (ASKÖ Henndorf) verteidigen, auch leistete er sich bei den letzten, sprintartigen Posten in der Jansakaserne keine Fehler mehr. Hannes siegte in einer Zeit von 52:26 mit 24 Sekunden Vorsprung auf Tobias, der ihn als Einziger bis zum Schluss fordern konnte. Mit einem Abstand von ca. 3 Minuten (55:27) erreichte der Slovake Matej MÜLLER (VAZKA Bratislava) als 3. das Ziel, noch vor Andreas WALDMANN (OLT Transdanubien), der sich in 56:00 die Bronzemedaille sichern konnte. Nur knapp 23 Sekunden dahinter erreichte Bernhard KOGLER (OL Kufstein) als Vierter in der ÖMS-Wertung (5.Pl Tageswertung / World-Ranking-Event) das Ziel.

Bei den Damen gab es nur ganz zu Beginn ein ausgeglichenes Rennen, bald jedoch setzte sich Jana HNILICA (OLT Transdanubien) deutlich ab, und fuhr ein einsames Rennen an der Spitze und erreichte schließlich mit ca. 6 1/2min (48:44) Vorsprung das Ziel. Michael GIGON (OLT Transdanubien/ 55:26) erreichte als Zweite das Ziel, dahinter schaffte Katja HNILICA (vormals Katja Walther/NF Villach) den Sprung auf das Podest (57:04) und sicherte sich die Bronze-Medaille in dieser Österreichischen Meisterschaft. Beste Nicht-Österreicherin war Bianca TAMAS (57:18 /Ungarn). Ein gutes Rennen fuhr auch die Viertplatzierte in der ÖM, Franziska BRODINGER (63:09).

Ein großes Dankeschön sei an dieser Stelle an das österreichische Bundesheer und an die Kasernenverantwortlichen der Jansakaserne gerichtet, die die ganze Infrastruktur für diesen gelungenen Event zur Verfügung stellten.

MTBO Massenstart: Ergebnisse

livelox.com

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Fotos (® HSV OL Wiener Neustadt)

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