Von 19.–22. Mai besuchte eine Delegation des Internationalen Orientierungslaufverbandes (IOF) Österreich, um die Bewerbung für die Orientierungslauf-Weltmeisterschaft 2031 vor Ort zu evaluieren.
Die IOF-Delegation bestand aus Áron Less (WOC Project Manager) sowie Sondre Gullord (Secretary General), die während des viertägigen Besuchs die österreichische Bewerbung und die geplanten Veranstaltungsregionen vor Ort begutachteten.
Vier intensive Tage standen ganz im Zeichen der Präsentation eines langfristigen Entwicklungskonzeptes für den Orientierungslauf in Österreich. Vorgestellt wurde dabei nicht nur die Bewerbung für die Weltmeisterschaft 2031, sondern ein mehrjähriges Gesamtprojekt bestehend aus Junioren-Weltmeisterschaft, Weltcup, Weltmeisterschaft und Senioren-Weltmeisterschaft.
Neben zahlreichen Präsentationen wurden bereits viele konkrete Details zur möglichen Umsetzung der WM 2031 diskutiert. Im Mittelpunkt stand dabei auch die Frage, wie Österreich internationale Großveranstaltungen im Orientierungslauf nachhaltig organisieren und weiterentwickeln kann.
Die Rückmeldungen der IOF-Vertreter waren sehr positiv. Aussagen wie „Dream Terrain“, „very good prepared presentation and a very strong bid“ oder „thank you so much for the perfect days“ bestätigen den eingeschlagenen Weg und das große Engagement aller Beteiligten.
Ein zentraler Bestandteil des Site Visits war es zudem, der IOF-Delegation österreichische Gastfreundschaft zu vermitteln und gleichzeitig die Begeisterung und Motivation hinter dem Projekt sichtbar zu machen. Aufgrund der laufenden Evaluierung weiterer Bewerbungen – unter anderem aus Frankreich – wahrt die IOF selbstverständlich Neutralität. Dennoch erhielt das österreichische Team viel Anerkennung für das ausgearbeitete Konzept und die professionelle Vorbereitung.
Auch der Austausch mit Stakeholdern des Landes Kärnten spielte während des Besuchs eine wichtige Rolle. Dabei wurde deutlich, dass die Bewerbung von vielen Partnern mitgetragen wird und großes Potenzial für die Weiterentwicklung des Sports bietet.
Im Zentrum der gesamten Präsentation stand die Botschaft, dass Österreich bereit ist, Verantwortung zu übernehmen und den Orientierungslaufsport auf internationaler Ebene aktiv weiter voranzutreiben.
Das Organisations- und Bewerbungsteam zeigt sich nach dem Site Visit sehr zufrieden:
„Wir sind aktuell sehr glücklich und auch ein wenig erleichtert, dass wir mit unserem Konzept einen starken Eindruck hinterlassen konnten. Diesen positiven Schwung wollen wir nun mitnehmen und die nächsten Monate intensiv weiterarbeiten.“
Bis zur Entscheidung im September soll das Konzept in vielen Bereichen weiter konkretisiert werden. Ziel ist es nicht nur, internationale Spitzenevents erfolgreich auszurichten, sondern dem Orientierungslauf in Österreich langfristig einen Entwicklungsschub und mehr Sichtbarkeit zu geben.
Die Entscheidung über die Vergabe der Weltmeisterschaft 2031 fällt im Rahmen des IOF Council Meetings im September.
Bereits früher wird über die Vergabe der Junioren-Weltmeisterschaft 2029 entschieden. Diese Entscheidung fällt beim Council Meeting im Juli. Für die JWOC-Bewerbung ist seitens der IOF kein eigener Site Visit vorgesehen.
Für die österreichische Orientierungslauf-Community wird es im Sommer ein weiteres Update geben. Zusätzlich ist erneut ein Online-Informationsabend geplant, bei dem Fragen gestellt und weitere Einblicke in die Vorbereitungen gegeben werden können.
Alle Infos aktuell unter: WM Projekt – Orienteering Austria