Am 13. September verwandelte sich das Gelände der Sportstätte Sternstein Süd bei Bad Leonfelden in ein Mekka des Orientierungslaufs. Beim 12. Austria Cup zeigten insbesondere die Läufer der Kategorie Herren 55+, wie faszinierend, fordernd und vielseitig unser Sport als Breitensport für jedes Alter ist.
Das hügelige Laufgebiet – unter Läuferinnen und Läufern bekannt für seine prägnanten Schneisen – forderte von allen Teilnehmenden exaktes Kartenlesen und gute Physis. Auf einer Streckenlänge von 3,7 km Luftlinie und 120 Höhenmetern Anstieg galt es, insgesamt 15 Kontrollen präzise anzulaufen.
Das Podium: Präzision und Tempo an der Spitze
An der Spitze der H55+ entwickelte sich ein packendes Rennen. Das Siegertrio beendete die anspruchsvolle Bahn in einer beeindruckenden Zeit von rund 33 Minuten:
- Michael Stockmayer (HSV OL Wiener Neustadt)
- Wolfgang Waldhäusl (Naturfreunde Wien)
- Wilfried Renner (OLC Graz)
Die „Gute Mitte“: Starke Leistungen im dichten Schneisennetz
Auch im Mittelfeld wurde um jede Sekunde gekämpft. Mit einer Laufzeit von rund 43 Minuten meisterten auch sie die topografischen Tücken des Sternsteins souverän:
- Roland Reisenberger (Orienteering Klosterneuburg)
- Peter Ebster (ASKÖ Henndorf Orienteering)
- Wolfgang Reiterer (HSV Pinkafeld)
Das „Erfolgreiche Ende“: Ausdauer bis zum 15. Posten
Der Breitensport lebt vom Einsatz aller Athleten. Mit Durchhaltevermögen und Freude am Orientieren absolvierten die folgenden Läufer alle 15 Posten in rund 68 Minuten:
- Harald Lipphart-Kirchmeir (HSV OL Wiener Neustadt)
- Markus Sterba (Klub Orienteering Klosterneuburg)
- Stefan Leopoldseder (WAT-OL)
Technische Details & Routenanalyse
- Kartenmaßstab: 1:7 500
- Äquidistanz: 5 Meter (Höhenschichtlinien)
- Streckendaten: 3,7 km / 120 hm / 15 Posten
Wo wurde die Zeit liegengelassen, wo verloren/gewonnen.
Start – Posten1:
Höhen-Interpretation: fast unbemerkt lag der Postenstandort deutlich tiefer als viel Läufer wahrgenommen haben.
So blieben viele auf der Höhe oder zum teil stiegen sie (in diesem Bild nach links) statt den Posten „bergab“ zu suchen!

Posten 5 – 6: Die Routenwahl
Hier ein klarer Vorteil der Mutigen! Der Weg durch das grüngezeichnete Dickicht über Wege und kleine Leitlinien war in diesem Fall deutlich schneller als die Umlaufroute links. Rot gezeichnet übersah den richtigen Ablaufpunkt und wähnte sich weiter links und kam so viel zu weit nach recht wo er sich an einem der nächsten Kontrollpunkte auffangen konnte.
Posten 13 – 14:
Grün folgte hier einem deutlichen Forstweg und kleinen Pfad zu Posten 14. Rot auf der mutigeren direkten Linie verlor leider die Richtung und fand keinen eindeutigen Auffangpunkt, bis er zum Forstplatz kam!

Routen im Detail auf LIVELOX:
Die genauen Bahnen und Routenwahlen der Herren stehen allen Interessierten im System von LIVELOX zur detaillierten Analyse bereit.
Bildmaterial & Bildunterschriften
- Bild 1: Laufkarte mit eingezeichneter Route (Quelle: LIVELOX)
- Bild 2: Postenbeschreibung (groß) für die Kategorie Herren 55+
- Bild 3: Technische Details zur Karte (Maßstab 1:7 500, Äquidistanz 5 m)
Text-Extrakt: Richard Werner
