WOC Staffel: Damen auf Rang 11 – Herren beenden Weltmeisterschaft mit Platz 13

Zum Abschluss der Orientierungslauf-Weltmeisterschaft 2025 in Kuopio (Finnland) standen am Samstag die Staffelbewerbe auf dem Programm. Bei warmen Temperaturen, herausforderndem Gelände und großer Kulisse zeigte das österreichische Team noch einmal solide Leistungen in beiden Bewerben.

Damen-Staffel: Platz 11 für Kastner & die Gassner-Schwestern

Das rot-weiß-rote Damenteam – bestehend aus Ylvi Kastner, Anika Gassner und Jasmina Gassner – zeigte eine kämpferische und stabile Teamleistung. Nach einem engagierten Rennen über drei physisch wie technisch fordernde Runden belegten sie den 11. Rang. Der Kampf um die Medaillen war ein skandinavisches Duell: Schweden holte Gold, vor Norwegen (Silber) und der Schweiz (Bronze).

Ylvi Kastner:
„Richtig cooler Lauf und physisch sehr fordernd. Ich war vor dem Rennen etwas nervös, bin aber, denke ich, sehr gut hineingestartet. Habe die ersten Posten gut gelöst. Im Verlauf des Laufes wurde es physisch jedoch immer härter. Dann ist mir leider auch ein dummer Fehler passiert – habe zwei Wege verwechselt. Den letzten Hügel habe ich mich dann sehr auf die Technik konzentriert, obwohl ich körperlich schon am Limit war. Das hat dann aber gut funktioniert. Technisch bin ich sehr zufrieden. Es war ein solider Anfang, aber nicht optimal. Ich bin erschöpft und sehr zufrieden.“

Anika Gassner:
„Ja, es war sehr, sehr cool und hat Spaß gemacht. Ich hatte eigentlich immer gute Kontrolle und habe alles gegeben. In diesen Lauf habe ich eine ganze Trainingskarriere gesteckt.“

Jasmina Gassner:
„Es war physisch wieder sehr tough. Steiles Gelände und ich habe von Beginn an gekämpft. Technisch habe ich hier und da ein wenig Zeit verloren, aber keine größeren Fehler gemacht. Es war vor allem physisch sehr schwierig. Es war ein wenig bitter, dass ich im Ziellauf noch von der Französin und der Lettin überholt wurde.“

Herren-Staffel: Platz 13 für Österreich

Das österreichische Herrenteam mit Nicolas Kastner, Jannis Bonek und Simon Tobler beendete die Staffel auf dem 13. Platz. Das Rennen war geprägt von engen Zeitabständen, kräftezehrendem Gelände und technischen Herausforderungen. Norwegen sicherte sich am Ende die Goldmedaille, vor der Schweiz (Silber) und Finnland (Bronze).

Nicolas Kastner:
„Es war heute leider enttäuschend. Ich konnte das Rennen nicht so rüberbringen, wie ich es mir erwartet oder erhofft hatte. Das tut mir natürlich leid für das Team, dass ich da gleich zu Beginn so einen Rückstand aufreiße. Jannis hat, denke ich, einen super Tag erwischt, und so ist es schade um diese Performance. Ich habe einfach 2–3 Minuten zu viel verloren.“

Jannis Bonek:
„Mein Lauf war ganz okay. Als Team sind wir, denke ich, nicht dort, wo wir gerne wären. Wir hatten einen schwierigen Start. Wir haben alles gegeben. Es war physisch sehr hart, es war heiß. Man musste sehr sorgfältig orientieren, dass man hier keine Zeit liegen lässt.“

Simon Tobler:
„Die ersten Gefühle jetzt sind etwas enttäuschend, aber grundsätzlich habe ich mich ganz gut gefühlt und bin fokussiert in das Rennen gestartet. Dann hatte ich aber zum ersten Posten hin einen Fehler. Danach habe ich versucht, fehlerfrei zu laufen – das hat nicht ganz funktioniert, aber größtenteils war es dann ganz gut. Auf der letzten Schleife war ich dann leider schon sehr am Ende meiner Kräfte.“

Mit dem heutigen Wettkampftag geht eine intensive und hochklassige Weltmeisterschaftswoche zu Ende. Das rot-weiß-rote Team konnte in allen Bewerben Finalplätze erkämpfen, individuelle Achtungserfolge feiern und vor allem wertvolle internationale Erfahrung sammeln. Ein wichtiger Schritt für das junge österreichische Team auf dem Weg zur Weltspitze im Orientierungslauf.

Hier geht es zum ORF-Nachbericht.

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