Locarno war am Wochenende 24. bis 26. April 2026 das Zentrum der Orientierungslauf-Welt. Bei strahlendem Frühlingswetter, das sich phasenweise wie Hochsommer anfühlte, kämpfte die Weltelite in den engen Gassen des Tessins um Sekunden. Aus österreichischer Sicht war es ein Wochenende voller Emotionen – von historischem Erfolg bis hin zu heldenhaftem Kampfgeist.
1. Einzelsprint: Lukas Novak läuft in die Weltspitze
Der Auftakt hätte kaum spektakulärer sein können. Im Einzelsprint gelang Lukas Novak ein echtes Ausrufezeichen. Mit einem technisch fast makellosen Lauf sicherte er sich den 15. Rang – und das zeitgleich mit der Schweizer Legende Daniel Hubmann.
Highlight: „Ein 15. Platz im Weltcup ist eine Ansage. Dass Lukas zeitgleich mit einem Kaliber wie Hubmann einläuft, zeigt, dass wir den Anschluss an die absolute Weltspitze gefunden haben“, so der Tenor im Team.
Die Strecke forderte den Athleten alles ab: Hohes Tempo in der „neuen Stadt“, kombiniert mit kniffligen Routenwahlen in der Altstadt und zwischen alten Burgmauern.

Bei den Damen konnte sich nur Anna Gröll in der Weltspitze festsetzten und mit einem starken 26. Platz auch für den Abschlussbewerb im Knockout-Sprint qualifizieren.
Für die Rookies war es eine aufregende Erfahrung, das erste Mal auf der „Weltbühne“ des Elitesports zu stehen. Das habe sehr viel Spaß gemacht, so unsere Jungstars.
2. Sprintstaffel: Kampfgeist trotz Rückschlag
Der Mixed Sprint-Staffelbewerb am Samstag stand ganz im Zeichen des Teamspirits. Trotz schwieriger Bedingungen bewies das rot-weiß-rote Team eine enorme Moral.
- Drama am Start: Anna Gröll knickte bereits früh auf der ersten Teilstrecke um. Trotz starker Schmerzen am Knöchel biss sie sich durch und kämpfte für das Team bis zum Wechsel. Eine beeindruckende Willensleistung!
- Trainer-Analyse: „Wir verlieren in den extrem schnellen, flachen Passagen noch ein wenig zu viel Boden. Aber alle Teammitglieder haben gezeigt, dass wir dran sind. Wenn wir die kleinen Unsicherheiten abstellen und uns in der ersten Gruppe festbeißen, ist noch viel mehr drin!“
3. Knockout-Sprint: Taktik-Schlacht in der „Arena Grande“
Am Sonntag, 26. April, verwandelte sich der Hauptplatz von Locarno in einen Hexenkessel. Die Zuschauer erlebten OL-Sport zum Anfassen.
- Die Atmosphäre: „Tolle Arena, faires Publikum und Organisatoren, die wirklich alles aus dem Gelände herausgeholt haben“, schwärmten die Fans vor Ort.
- Die Technik: Von künstlichen Sperren bis zu komplexen Durchgängen – das Orientieren blieb bis zum letzten Heat extrem schwierig.
- Athleten-Stimme: „Ich war physisch und mental voll da“, berichtet einer unserer Starter. „In den Loops muss ich noch lernen, etwas mehr Risiko zu gehen, um die entscheidende Lücke zu schließen. Aber die Bahnen waren extrem fordernd und cool!“
Besonders spannend für die Zuschauer: Das Viertelfinale mit der Schmetterlings-Trennung, wo sich schnell zeigte, wer am saubersten orientiert. Im Finale sorgte die Philoop-Trennung für Verwirrung bei den Fans, aber purer Fokus bei den Läufern war der einzige Weg zum Sieg.
Für Österreich starteten Lukas Novak und Anna Gröll im Viertelfinale. Lukas lief in seinem Heat unter anderem gegen den im Finale Zweitplatzierten, Tuomas Heikkila und wurde im Viertelfinale Fünfter. Anna Gröll schaffte sogar den vierten Platz in ihrem Heat, verpasste aber leider ebenfalls den Einzug ins Halbfinale.
Auch im Knockout-Sprint zeigten sich unsere Athleten selbstbewusst. Ein O-Ton aus dem Team: „Ich habe mich physisch und mental ready gefühlt. In den Loops muss ich noch mehr riskieren, um ganz vorne dranzubleiben. Ein extrem fordernder und cooler Bewerb!“
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Fotos: Silvan Schletti, Simon Buser




