EM-SENSATION GEHT WEITER: Hannes Hnilica stürmt in Portugal zu zweitem Europameistertitel!

Das rot-weiß-rote Sportmärchen bei den Mountainbike-Orienteering-Europameisterschaften (EMTBOC) in Portugal reißt nicht ab: Nach seinem historischen Sprint-Gold zum Auftakt krönte sich Ausnahmekönner Hannes Hnilica am 26. Mai 2026 auch auf der Mitteldistanz zum Europameister. Mit einer taktischen und physischen Meisterleistung sicherte er sich sein zweites EM-Gold in der Elite-Klasse.

Vilar Formoso (Portugal). Schnell, hart und glühend heiß – so lässt sich die gestrige Hitzeschlacht auf der Mitteldistanz im portugiesischen Vilar Formoso zusammenfassen. Bei extrem hohen Temperaturen bot das anspruchsvolle Gelände den besten Mountainbike-Orientierern des Kontinents ein brutales Ausscheidungsrennen. Mittendrin: Ein unaufhaltsamer Hannes Hnilica.

Taktische Meisterleistung bei über 30 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit

Der frischgebackene Sprint-Europameister unterstrich eindrucksvoll, dass er derzeit das Maß aller Dinge im internationalen Mountainbike-Orienteering ist. Auf der 22,4 Kilometer langen und extrem schnellen Strecke fuhr Hnilica ein taktisch perfektes Rennen. Mit einer Fabelzeit von 42:07 Minuten distanzierte er den zweitplatzierten Finnen Teemu Kaksonen um genau eine Minute. Bronze ging an den Litauer Ignas Ambrazas (+1:43).

Hnilica knackte auf dem Kurs eine beeindruckende Schallmauer und meisterte die Orientierung bei Höchstgeschwindigkeit:

„Es war extrem schnell, wir hatten einen Durchschnitt von über 30 km/h! Das Risiko von längeren Querungen quer durch das Gelände wollte ich bewusst nicht eingehen. Ich habe fast alles konsequent umfahren und konnte so das Tempo auf den Wegen permanent hochhalten. Ich bin natürlich überglücklich und gespannt, was heute beim Massenstart noch kommt!“

Mit dieser zweiten Goldmedaille innerhalb weniger Tage untermauert der Österreicher endgültig seine absolute Weltklasse in der Allgemeinen Klasse (Elite). Ebenfalls starke Leistungen aus österreichischer Sicht zeigten Georg Koffler auf dem hervorragenden 14. Platz (+3:20) und Tobias Breitschädel auf Rang 33. Im Damenrennen über 19,3 Kilometer (Sieg durch die Schweizerin Celine Wellenreiter) landete Hannes‘ Schwester, die Sprint-Silbermedaillengewinnerin Jana Hnilica, auf dem soliden 22. Platz.

Heute: Hochspannung beim Massenstart – Zwei heiße Eisen im Feuer

Lange Verschnaufpausen gibt es für die Athletinnen und Athleten nicht. Bereits am heutigen Mittwoch steht die nächste Medaillenentscheidung auf dem Programm: der spektakuläre Massenstart (Damen ab 10:40 Uhr, Herren ab 10:30 Uhr).

Nach den bisherigen Traum-Ergebnissen blickt das gesamte „MTBO Team Austria“ voller Vorfreude auf das Rennen. Neben dem doppelten Europameister Hannes Hnilica hat Österreich bei den Herren mit Andreas Waldmann ein weiteres, extrem heißes Eisen im Kampf um die Spitzenplätze im Feuer. Waldmann, der auf der Mitteldistanz noch nicht ganz sein volles Potenzial ausschöpfen konnte (Platz 24), brennt im direkten Rad-an-Rad-Duell des Massenstarts auf Wiedergutmachung und zählt traditionell zu den absoluten Medaillenkandidaten.

Interessierte Sportfans können die packenden Medaillenentscheidungen aus Portugal heute Vormittag live im Internet mitverfolgen.

Live-Übertragung:

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